Dienstag, 25. September 2018

Judoka sammeln Wettkampferfahrung...

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...beim Stahlpokal in Riesa. Auch in der 17. Auflage war der Stahlpokal 2018 in Riesa wieder ein hochkarätig besetztes Turnier. Etwa 30 Vereine aus Sachsen, Brandenburg, Berlin und Tschechien bildeten dafür die Grundlage. Darunter fanden sich namhafte Vertreter mit Ligaerfahrung wie der JC Leipzig, Asahi Spremberg, JC 03 Berlin und Ippon Rodewisch. Von Beginn an eine große Herausforderung an die 4 Teilnehmer des SSV 1952 Torgau e.V.: Lorenz Walther (U13), Domenic Funke (U13), Lucas Veit (U15) und Marcel Enkelmann (U15). Durch die große Teilnehmerzahl waren von vorn herein alle Gewichtsklassen stark besetzt, so dass ausschließlich für alle Sportler im doppelten K.O.-System gekämpft wurde. Somit waren verlorene Kämpfe kaum zu kompensieren.

Diese schmerzhafte Erfahrung mussten auch Lorenz und Domenic am Vormittag machen. Beide verloren ihre ersten beiden Kämpfe und waren damit schnell aus dem Rennen um die Medaillen. Trotzdem haben beide SSV-Sportler gut gekämpft. Technisch konnten sie gut mithalten, letztendlich setzte sich die größere Wettkampferfahrung aber durch. 

Am Nachmittag in der U15, legten Lucas und Marcel einen furiosen Start hin. Lucas gewann die ersten beiden Kämpfe jeweils im Blitzstart nach 6s bzw. 9s mit vollem Punkt. Damit stand er schon im nächsten Kampf in der Entscheidung um den Einzug ins Finale. Marcel hatte im ersten Kampf kein so leichtes Spiel. Nach der Hälfte der Kampfzeit setzte er sich mit einem Waza-Ari in Führung. Nach einer weiteren harten Kampfminute konnte er den Kampf kurz vor Ende der regulären Kampzeit mit einem zweiten Waza-Ari zu seinen Gunsten entscheiden. Kurzzeitig hegten Sportler, Eltern und Trainer Medaillenhoffnungen.
In den Folgekämpfen verlies aber beide Sportler das Kampfglück. Marcel konnte in seinem zweiten Kampf nach einem frühen Rückstand noch einmal nach Punkten ausgleichen musste sich dann aber kurz vor Schluss doch geschlagen geben. Der kleine Hoffnungsschimmer auf Bronze über die Hoffnungsrunde verging schnell. Sein bärenstarker Gegner vom JC Leipzig lies ihm keine Chance.
Auch Lucas verspielte seine hervorragende Ausgangsposition. Im Kampf um den Einzug ins Finale musste er sich einem Kämpfer aus Berlin geschlagen geben. Vielleicht nahm ihm eine falsch geführte Wettkampfliste und die lange Wartezeit den Schwung und den psychologischen Vorteil aus den ersten beiden Kämpfen. Er wurde in der Wettkampfliste falsch gesetzt, musste seinen 3. Kampf ein weiteres mal austragen, diesmal gegen eine Judoka des JC Leipzig. Auch dieser ging verloren. Ob all das dazu führte, dass er im letzten Kampf die Bronzemedaille genau gegen den Kämpfer vergab, den er im ersten Kampf so beherrscht hatte? Wir werden es nicht erfahren.

So sind doch alle vier Judoka wieder um einige Erfahrungen reicher.