Donnerstag, 15. November 2018

S Sambo

Sambo ist eine russische Kampfkunst, die heute weltweit als sportlicher Ringkampf oder als Selbstverteidigung ausgeübt wird. Das Wort "Sambo" bedeutet "Selbstverteidigung ohne Waffen" – russ. SAM(osaschtschita) B(es) O(ruschija). Sambo ist eine Kampfsportart, die neben eigenen auch Elemente des Jiu-Jitsu und Judo enthält. Sambo sollte schnell und effektiv erlernbar sein und die traditionelle fernöstliche Kampfkünste mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren. Vor allem die Polizei und die Streitkräfte sollten davon profitieren.
Es ist eine Form militärischen Nahkampfes, die sich durch einfache und sehr direkte Techniken auszeichnet - dabei ist es besonders wichtig, dass die diversen in der Regel nach vorn ausgerichteten Techniken aggressiv und dynamisch ausgeführt werden, um ein Maximum an Wirkung im Ziel zu erreichen.
Sambo hat sich aus verschiedenen Ringkampfstilen, Judo und später auch aus anderen Elementen des Militärtrainings entwickelt. Die Militär-/ Combatsambo-Variante ist dabei ein sehr umfassendes System. Außer den üblichen Techniken im Stand werden hier verschiedenste Würfe, sämtliche Arm-, Schulter-, Fuss-, Kniehebel und Würgegriffe trainiert (ähnlich dem Jiu-Jitsu oder Allkampf). Bekannt ist Sambo vielen durch seine starken und sehr vielfältigen Fuss- und Kniehebel und anderen Beintechniken.
Sambo, der Kampfsport hat bei den Völkern der ehemaligen UdSSR eine lange Tradition. Die volkstümlichen Ringkampfarten in den früheren Unionsrepubliken unterscheiden sich zwar durch ihre Kampfregeln, werden aber fast überall mit Jacke oder Gürtel durchgeführt. Die Geschichte des Sambo beginnt mit dem russischen Professor Oschepkov, der damals die Länder der Sowjetunion, aber auch Japan, Korea und China bereiste und bereits 1917 eine Kampfsport-Kombination aus verschiedenen nationalen und asiatischen Sportarten entwickelte.
In den dreißiger Jahren führte man diese kombinierte Art des Ringkampfes in der gesamten UdSSR offiziell ein. Seit 1946 nennt man den neuen Kampfsport „Sambo". Der Name wurde aus den ersten drei Buchstaben des Wortes Samosaschtschita (Selbstverteidigung) und den Anfangsbuchstaben von bes oruschija (ohne Waffe) gebildet. Inzwischen gibt es mehrere Millionen Sambo-Aktive.
Sambo, eine besondere Form des Freistilringens, ist ein unbewaffnetes Wettkampf- und Verteidigungssystem. Seine Kampf- und Spezialgriffe dienen dazu, sich sportlich zu betätigen oder sich zu verteidigen bzw. im Nahkampf erfolgreich anzugreifen. Sambo entwickelt Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sowie den entschlossenen Willen zum Sieg. Als Selbstverteidigung wird Sambo in normaler Kleidung ausgeführt, als Sport mit Ringerschuhen, kurzen Hosen, Gürtel und Jacke. Wichtige Elemente des Sambo sind die Fall- und Wurftechnik. Gerne werden auch Hebeltechniken und Ausheber angewendet.

Sport Sambo ist ein Wettkampf mit ähnlichen Regeln wie im Judo oder olympischen Freistilringen. Erlaubt sind Würfe, die Fixierung des Gegners am Boden, Hebel auf Armen und Beinen, Knoten (Verdrehung des Arm- oder Bein-Gelenks) und Quetschen (Kompression von Sehnen oder Muskeln). Würgegriffe sind im Gegensatz zum Judo verboten.

Combat Sambo ähnelt weitestgehend modernen Mixed-Martial-Arts-Wettkämpfen. Die Wettkämpfer tragen Kopfschutz, Zahnschutz, Tiefschutz, Schienbeinschützer und leichte Handschuhe. Die Regeln lassen erheblich mehr Spielraum zu als im Sport Sambo. Erlaubt sind neben Würfen, Fixierungen und Hebeln auch Schlag-/Box- sowie Tritt-Techniken.

Uniform
Sambo-Kämpfer tragen beim Training und in Wettkämpfen in der Regel eine spezielle Jacke (Kurtka), sowie einen Gürtel und kurze Hosen in derselben Farbe. Dazu kommen noch leichte, meist aus Leder gefertigte, Ringerschuhe. Die Sambo-Uniform gibt in der Regel keinen Hinweis auf den Status des Trägers. Bei Wettkämpfen müssen alle Teilnehmer sowohl über eine rote als auch eine blaue Kombination verfügen, da (zur besseren Unterscheidung während des Kampfes) jeweils ein Wettkämpfer in Rot und der andere in Blau antritt.
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